Letzte Woche wurde der Kauri Flagship Store in Meran eröffnet.

mit Daniel Tocca und Bernhard Schönhuber, © Susanne Barta
mit Daniel Tocca und Bernhard Schönhuber, © Susanne Barta
Es ist der 11. Store und nun das zentrale Schaufenster der Marke in Südtirol. Die Eröffnung wurde denn auch gebührend gefeiert: mit Modenschau, DJ und einem großzügigen Aperitivo. Es ist ja nicht gerade die einfachste Zeit für nachhaltig(ere) und faire Mode, die Herausforderungen sind zahlreich. Der Concept Store positioniert sich selbstbewusst mit der Aussage: „Kauri. Wo nachhaltige Marken zuhause sind.” Das Angebot setzt auf Produkte für einen nachhaltigen Lebensstil, von Mode über Accessoires bis Kosmetik. Und das scheint in Südtirol gut anzukommen. Auch persönlich freut mich der Erfolg von Kauri, ich habe die verschiedenen Schritte der Entwicklung mal näher, mal von etwas weiter weg aufmerksam mitverfolgt.



Gleich vorweg: Der Shop ist gut geworden. Mit dem neuen Konzept geht Kauri einige Schritte weiter. Der CO2 Fussabdruck sei, so heißt es in der Pressemeldung, um 70 % geringer als bei einem konventionellen Store. Bewusste Materialauswahl, intelligent designte Elemente und Energieeffizienz machten das möglich. Das Konzept soll ab nun skalierbar sein und auch international funktionieren. Die Partnersuche ist bereits eingeleitet, sagen die Kauri-Verantwortlichen Daniel Tocca und Bernhard Schönhuber. Nachhaltigkeits-Experte Thimo Schwenzfeier wird für Kauri möglicherweise seine Fühler ausstrecken, er ist zur Eröffnung gekommen. Wir haben uns vor einigen Jahren auf der Neonyt, der internationalen Fachmesse für nachhaltige und zukunftsgerichtete Mode in Berlin, kennengelernt, die er damals verantwortete. Hat mich gefreut, ihn wieder einmal zu treffen.


Der Kauri-Markenmix bietet vor allem Bascic Wear, „die Nachfrage nach eleganterer Kleidung ist jedoch groß”, sagt Daniel, „das deutsche Traditionslabel Lanius deckt schon einiges ab, aber da soll noch mehr kommen.” Sehr gelungen ist die Info zu den jeweiligen Marken. Die verschiedenen Labels haben ihre eigenen Kleiderstangen, darüber steht kurz und übersichtlich, worum es geht, ein Roboter bietet allen, die mehr wissen möchten, zusätzliche Infos. Zu den Kriterien der Markenauswahl sagt Daniel: „Am besten ist es, wenn eine Brand schon nachhaltig gestartet ist, da ist die Gefahr des Greenwashing um einiges geringer; dann schauen wir natürlich auf Zertifikate, Siegel und Standards wie zum Beispiel GOTS oder Fair Wear. Wenn wir kleine Brands in Erwägung ziehen, die sich diese Siegel nicht leisten können, schauen wir, wo produziert und wie gearbeitet wird.”



In diesem Sinne, alles Gute dem Kauri Team.


