
© Polemici
Zehn Jahre und kein bisschen leise. Sie sind zurück! Fresher und reifer denn je! Am Freitag, 30. Jänner nehmen Polemici ab 21:00 das Sudwerk in Bozen in Beschlag. Nicht alleine, wohlgemerkt, Unterstützung holen sie sich von the one and only Supermarket und im Anschluss Pidjon Sound.
Kann sein, dass sie eins ihrer ersten Konzerte vor fast genau 11 Jahren in derselben Location gespielt haben. Gestartet sind sie mit Rock, Reggae, Ragamuffin, Ska und jeder Menge Reimen, Gitarren und Schlagzeug, immer ethisch korrekt und nachhaltig – vor allem, was das Transpirative beim Publikum betrifft. Glücklicherweise ist das auch heute noch der Fall. Das erste Album ist 2018 erschienen, 2019 das zweite.
Jetzt lancieren sie mit dem Konzert den Abschluss von Figurini – einer ska-elektro-funk-balladen-lastigen EP mit fünf Titeln, die zwischen „Ti chiederò scusa“ (spannender Ohrwurm-Beat) und „Facciamo le valigie“ oszillieren. Sind sie etwa erwachsen geworden?! Tachi – der Rapper, nicht Musiker – hat uns ein paar Fragen beantwortet …
Polemici are back – fresher denn je. Was bringt ihr ins Sudwerk?
Also fresher denn je klingt vielleicht ein bisschen übertrieben, wir sind ja in der Zwischenzeit älter geworden. Und ehrlich gesagt: Wenn wir um 22 Uhr Probe haben, sind wir normalerweise alle schon ziemlich müde. Aber im Sudwerk werden wir ganz sicher – wie immer – eine tolle Show abliefern. Ich wiederhole mich ungern, aber es gibt hier in Südtirol nur wenige Bands, die live so stark sind wie wir. – Und das ist absolut nicht arrogant gemeint, es ist einfach so.
Was habt ihr Neues dabei?
Eigentlich nichts – wir sind, ehrlich gesagt, immer dieselben.
Mit wem teilt ihr diesmal die Bühne?
Dieses Mal werden wir die Bühne mit Supermarket aus Bozen teilen. Sie sind großartig, denn sie produzieren ihre eigene Musik, alles ist original. Sie sind wirklich tolle, hochmotivierte Künstler mit großer stilistischer Vielfalt und ich liebe sie einfach. Im Moment sind sie definitiv meine Lieblingsband hier in Bozen.

Worum geht's in „Figurini“?
Figurini ist der Titel unserer letzten EP. Es besteht aus fünf Songs und thematisch geht’s um Liebe, Elternsein, Freundschaft und Gesellschaft. Also um all die Themen, die für mich wichtig und interessant sind. Was die Musik betrifft, ist sie sehr vielfältig: Es gibt Ska, Elektro, Funk und auch eine Ballade – eine romantische Ballade. Vielfalt ist in diesem Fall wirklich das Stichwort.
By the way: 5 Songs in 5 Jahren ist auch eine Leistung! Mussten sie erst „wachsen und gedeihen“?
Ja, stimmt, fünf Songs in fünf Jahren. Wir haben uns ein bisschen Zeit gelassen und ich muss ganz ehrlich sagen: Dafür bin ich verantwortlich, weil ich zu langsam geworden bin. Ich schreibe kaum zwei Zeilen pro Jahr und in den letzten Jahren ist es schwierig geworden, wirklich gute Texte zu schreiben. Aber in Zukunft möcht ich fleissiger sein, das versprech ich.
Auch das letzte Konzert ist ein Weilchen her, oder? Wann ist für euch ein guter Zeitpunkt, wieder die Bühne zu betreten?
Stimmt, unser letztes Konzert in Bozen ist genau zwei Jahre her. – Wann der richtige Zeitpunkt ist, wieder auf die Bühne zu gehen? Ganz einfach: Wenn wir Lust darauf haben. Wir verdienen damit ja kein Geld und werden ganz sicher nicht berühmt, also müssen wir einfach Zeit, Lust und Bock haben.
Studio oder Bühne?
Beides, aber leider nicht gleichzeitig, weil wir keine Zeit haben.
Keller oder Festival?
Ich würde ganz klar Festival sagen. Wir spielen seit so vielen Jahren in Kellern. Ein Festival, ein richtig großes Festival, wäre der Hammer.
Improvisation oder Disziplin?
Um gut improvisieren zu können, braucht man Disziplin.
Drama oder Pragmatik?
Ich würde sagen, wir sind ein bisschen widersprüchlich. In einem Text nenne ich mich selbst einen illusionlosen Träumer.
Polemici o poetici?
Ich würde poetici sagen!
Erklärt uns noch, in welchen Disziplinen ihr bei den Olympischen Spielen an den Start geht und was ihr gewinnen wollt?
Ich würde sagen, dass wir exakt jener Typ von Athleten sind, die ihr ganzes Leben lang versucht haben, an den Olympischen Spielen teilzunehmen, es aber nie geschafft haben.
Und wo habt ihr das aktuelle Mannschaftsfoto gemacht?
Das Foto wurde einfach mit KI erstellt – also ohne besondere Location und ohne echte Kleidung, sondern ausschließlich in der zauberhaften Welt der KI.
