Music

June 16, 2023

nie zu viel

F. Landra

mmr 12* 

träumen wir nur noch von Musikabenden oder -nachmittagen oder gehen wir auch hin? hören wir Songs nur noch die Playlist rauf und runter und wissen nicht, wer da grad spielt? was hören wir? 

Vielleicht ist gerade nicht die richtige Zeit dafür, über solches zu schreiben. Vielleicht ist die „Bestimmung“ eine andere. Wir glauben ja manchmal, unbedingt etwas tun zu müssen. Aber vielleicht ist es auch eine Überlegung wert, etwas zu überdenken, abzulehnen. Nicht nur tun, um Erwartungen zu erfüllen. Richtung wechseln. Wie bei einem Plattenspieler die Scheibe rückwärts drehen. Und hören, was da dabei so rauskommt … 

Schön wärs … bei den Musical Dialogues beispielsweise auch darüber ins Gespräch zu kommen. Mairania 857 ruft auch diesen Juni, Juli wiederum zu diesem Ding. Die drei Boys Giorgio Loner, Thomas Strapazzon und Marco Vaccari kuratieren die Abende und inserieren sich ins Merano Marittima „Sommermusikfest“. Immer um 9 abends vor dem Centro per la Cultura geht’s los. Opener ist Francesco Fisotti aka GSQ heute 16.6., next 30.6. Luca Fronza aka Maggico, 14.7. Triflusso. 

In *mein musik rubrik aber diesmal Francesco Fisotti aka GSQ

welche Stimmung herrscht bei dir im Studio? 

Meine 3 Katzen schlafen im Studio, umgeben von Schallplatten, meine Freundin kocht Kräutertee oder Kaffee und hört nebenbei russischsprachige True-Crime-Podcasts … 

ich schreib ja für franzmagazine, dessen Motto – Achtung Hashtag – #morethanapplesandcows ist. was ist bei dir so alles more than apples and cows? 

Ich hab nicht ganz verstanden, was das heißt, aber bei mir ist’s sehr Mandeln und Feigen.

welchen Song hörst du gerade?

Tropeau Bleu von Cortex, jeden Tag. 

Jazz, Soul, Funk, Progressive Rock, Abstract, Ambient, Electronica und Hip-Hop – dein Musikgeschmack ist sehr breit – oder nicht?

Ich mag alles, ich sammle Italo Disco, Prog Rock, Broken Beat, Boogie Funk, Hip-Hop, Jazz Fusion, Library Music, House. Als Kind war ich Raggamuffin-Sänger.

wenn du eine Band wärst, wie würdest du heißen? Und wer ist GSQ? Und die anderen Crews deiner Vergangenheit und Gegenwart …?

Wenn ich eine Band wär, würd ich „Marea“ heißen. GSQ (italienisch ausgesprochen giscu – dschisku) kommt von Francesco, in meinem Dialekt sagt man Frangiscu (Frandschisku). Ich bin ein Dorfkind, aufgewachsen auf den Küstenfelsen und dem Land. Ich hab in vielen verschiedenen Gruppen verschiedener Genres mitgemacht. Vom Cree Hip Hop WS, Idrusarmata, Famy Fanghi bis zur Dance-Hall-Phase mit Bleizone, Treble Studio, Warsound, Ena Ghema, dann Instrumental Beatmaking mit Bluesteady Triptik und HHabitat Records, dann die Produktion der Rap-Gruppe Float A Flow und schließlich der Start von Quattro Bambole Records und das neue Projekt unter dem Namen Francesco Fisotti, mit dem ich Disco, Funk, House spiele.

wie komplex ist die Musikszene heutzutage? was ist deine Strategie? wie schlägst du dich durch? 

Die Musikszene besteht aus Scheißleuten und Scheiße, zum Glück gibt’s Nischen wie die Deep-House-Szene, Jazz, Disco, die sehr produktiv sind und sich ständig weiter entwickeln …

widmest du uns 1-2-3-4 Zeilen Songtext, bitte? 

Ich würd euch John Coltrane – A love supreme widmen, hat aber keine Lyrics.

jetzt haben wir null über deinen Auftritt im Rahmen der Musical Dialogues am Freitag, 16. im Centro per la Cultura Meran gesprochen. wie kriegen wir das noch hin? 

In meinem Beat Set werd ich verschiedene Musikgenres berühren, die ich auch verwendet hab, um meine Beats zu produzieren. Es wird klassischere Boom Bap Tracks geben und eher experimentellere. Nach 2 Stunden verrückten Loops wird dein Hirn platzen … 

(… was hingegen am Tag drauf im BOTANICAL CLUB in THE RAUM  passiert, werden wir erfahren …)

Gibt’s einen roten Faden?

Rosa Faden. 

Zeit oder Langsamkeit?

Zeit. 

Technik oder Talent?

Talent, aber ohne Technik wird das nix …

Vinyl oder digital?

Absolut Vinyl. 

Frühling oder Sommer? 

Frühling. 

Weiss oder schwarz?

Weiss.

Foto: Francesco Fisotti (c) Francesco Fisotti  

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