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February 4, 2019

Blütenlese Quart

Maria Oberrauch

Worum es geht, hat Quart schon im Namen: Art. Kunst, aller Art, alles, was sich irgendwie in ein Quart – der Name ist auch das Format und das Format ist der Rahmen – fangen lässt, in herrlich unprätentiöser Aneinanderreihung als geballtes Ganzes schön … 

Das “Quart Heft für Kultur Tirol” ist weit mehr als die Bezeichnung erahnen lässt: Autoren, bildende Künstler, Architekten, Designer, Musiker, Philosophen, Wissenschaftler und Analytiker gestalten zweimal jährlich Wort und Bild dieser Anthologie, konsequent auf ziemlich hohem Niveau und irgendwo immer auch regional anmutend. Die TirolerInnen aller Himmelsrichtungen sind großzügig vertreten auf den Quart Seiten, neben Ikonen und Popstars der österreichischen aber auch internationalen Kunstszene. 

Die Balance zu schaffen, das Heterogen unterschiedlichster Kunstrichtungen und insbesondere Tiroler Kultur so zeitgemäß und anmutig zu binden, eine Region mit ihren kantigen Eigenheiten über die Jahre relevant zu halten und so aufzulegen, wie Quart es schafft, ist ein Kunst-Stück, das dem kleinen Flecken Heimat im Herzen gut tut. Heidi Hackl, Markus Hatzer und Andreas Schett, die Herausgeber und Chefredakteure, beweisen sich in zielgerichteter Zurückhaltung und konsequentem Layout: Die Umschlagseite ist “deklarierte Kunstzone”, ohne Vorwort oder Werbepause reihen sich Berichte, Besprechungen, Geschichten, Auszüge, die Originalbeilage (Kleinod!) und die “linken Heftseiten” (ein Layoutprinzip als USP)  aneinander.  Vielfach wurde das Quart ausgezeichnet, mit dem Red Dot Design Award, dem CCA, dem European Design Award.

“Kulturzeitschrift für den Dauergebrauch” steht auf der Nr. 5/05. Wie wahr! Die nächste Ausgabe wird heute, am 4. Februar 2019 in der Stadtbibliothek Innsbruck präsentiert, Nr. 32/19 ist eine Blütenlese der letzten Jahre Blütenlese Quart. 

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