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May 12, 2016

“Das Eindringen ins Private”: Katrin Klotz zu LanaLive 2016 – The Settlers

Franz
LanaLive 2016 bedeutet große Schritte in die privatesten Privatsphären und Wohnräume der Lananerinnen und Lananer: "The Settlers" (die SiedlerInnen) ist das Thema und verschiedene Wohnsiedlungen in Lana die Austragungsorte des Festivals. Ein paar Gedanken und Überlegungen von Katrin Klotz.

Katrin Klotz, was hast du dir bei der Formulierung des heurigen LanaLive-Festivals eigentlich gedacht, steht in deinem Garten ein Kirschbaum und wie sieht’s bei dir Zuhause aus? 

>> Mit “LanaLive The Settlers” betrachten wir eine kulturelle Ausdrucksform, denn Wohnen war ursprünglich nichts anders als eine kulturelle Metapher. Das Spannende daran ist das Zugehen auf die Menschen, das Eindringen ins Private; für die beteiligten Menschen die Auseinandersetzung mit dem Fremden, mit den Fremden, die in ihrer Siedlung, ja gar in ihr Wohnzimmer kommen. Deshalb waren für uns die Programmpunkte der Wohnzimmerkonzerte und -lesungen sehr wichtig. 

Unsere Wohnung spiegelt zum einen unsere Identität und ist dennoch eingebunden in die gesellschaftliche Entwicklung der Zeit und somit auch Gedächtnis einer Zeit. Befindet sich diese Wohnung in einer Siedlung, so haben wir eine erweiterte Schutzzone, denn eine Siedlung bietet meist eine Einheit und ist auch von außerhalb als solche erkennbar. Im besten Fall fühlen wir uns wohl und geschützt in unserem Zuhause und können von dort die Welt beobachten, die Welt erleben.  

Das mache ich gerne mit Freunden, die ich gerne und jederzeit zu mir einlade. Eine große Wohnküche bietet dafür auch ausreichend Platz, eingerichtet mit klaren Linien und Formen, puristisch gehalten. Wärme verleiht ein sehr schönes Bücherregal.  <<

Katrin Klotz ist gemeinsam mit Hannes Egger und Paul Seelaus eine der OrganisatorInnen von LanaLive. Im Mai 2016 widmet sich das transdisziplinäre Kulturfestival der Wohnsiedlungsgeschichte von Lana: Wie hat sich die Marktgemeinde Lana die letzten 60 Jahre verändert? Wo entstanden Siedlungen? Wer lebt in diesen? Was sind die Besonderheiten der verschiedenen Siedlungen? Was sind ihre Geschichten? Mit kulturellen Mitteln begibt sich LanaLive in die verschiedenen Wohnsiedlungen, bespielt und erforscht mit rund 15 KünstlerInnen und MusikerInnen verschiedene Schau- und Hörplätze. Als Ergebnis dieser Tätigkeit und Dokumentation erscheint im Juli der LanaLive Report. lanalive.it

Foto: Katrin Klotz

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