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April 16, 2016

“Von Männern und Vätern” @ Bolzano Film Festival Bozen

Maximilian Mayr

Titel: Von Männern und Vätern

Regie: Andreas Pichler und Martin Prinz

Worum geht’s? Was bedeutet es, in unserer heutigen Zeit Mann und Vater zu sein? Dieser Frage gehen Andreas Pichler und Martin Prinz in ihrem Dokumentarfilm nach. Während vor 50 Jahren der Vater bei der Kindererziehung oft nur die Aufgabe des endgültigen Machtwortes innehatte, nehmen die Männer der heutigen Generationen ihre Aufgaben ernster, helfen im Haushalt mit, während die Frauen oft bei der Arbeit sind. In “Von Männern und Vätern” interviewt der Regisseur mehrere Männer aus dem Groß-Tiroler Raum und lässt sie von ihren Kindern, Beziehungen oder dem Verhältnis zum eigenen Vater erzählen.

Umwerfend: Wie sich das Vaterbild in den letzten 50 Jahren verändert hat. Vom oft strengen “Mann im Haus” zum sich kümmernden Kinderwagen-Schieber.

Applaus für… die Offenheit und Ehrlichkeit der porträtierten Herren.

Absolutes must see… für alle, die gute Väter und Ehemänner werden möchten.

Wohlerwogenes Urteil: Bei den interviewten Herren des Films fällt auf, dass sie in Haushalten aufgewachsen sind, in denen der Mann noch der unumschränkte King war oder mit anderen, wichtigeren Dingen beschäftigt war, und teilen sich deshalb den Charakterzug, es “besser” machen zu wollen. Andreas Pichler und Martin Prinz porträtieren Menschen aller Altersklassen und sozialer Gefüge – vom jungen Extremsportler bis zum Bergbauarbeiter, vom Psychologen bis zum Bauern. Der Film zeichnet ein Bild von der heutigen Männerwelt, die sehr wohl Gefühle zulässt und ihre Ängste und Sorgen an den Tag legt – schlichtweg auch mal schwach sein darf und sich dessen nicht schämt.

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