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July 24, 2014

HomeGrown Reviews: Die Karte meiner Träume

Petra Götsch

Titel: Die Karte meiner Träume

Regie: Jean-Pierre “Amélie” Jeunet

Worum geht’s? Genies könnte man wohl überall auf der Welt vermuten. Dass eines gerade auf einer Ranch in der tiefsten amerikanischen Provinz tüftelt und analysiert, darauf würde man vermutlich nicht kommen. Und doch ist es dort dem 10jährigen T. S. Spivet gelungen, ein funktionierendes Perpetuum Mobile, der heilige Gral der Wissenschaft, zu entwickeln. Das bleibt auch dem renommierten Smithsonian Institute in Washington nicht verborgen, das ihn prompt mit dem wichtigen Baird-Preis auszeichnet, nichts ahnend, dass es sich bei T. S. um einen kleinen Jungen handelt. Unbeachtet von seiner verschrobenen Familie macht er sich auf den Weg quer durch die USA, Abenteuer und schräge Weggefährten inklusive. 

Umwerfend: Die nostalgisch machenden Landschaftsaufnahmen und die dazugehörende Musik

Echt schwach: Ab Ankunft beim Smithsonian baut der Film leider ab und greift tief in die Klischeekiste. Schade! 

 Applaus für… Jeuent’s Talent Charaktere vorzustellen: vom Vater, der 100 Jahre zu spät geboren wurde, über die Mutter als kauzige Insektenforscherin bis zur Schwester, die vom Sieg bei Miss USA träumt. 

Absolutes must-see für… Tagträumer

Wohlerwogenes Urteil: Ein Film mit doppeltem Boden: Leichtfüßig und farbenfroh erzählt er die Geschichte eines 10jährigen Genies auf seinem Roadtrip durch die USA und gleichzeitig klingen die großen Themen des Lebens an: Kindheit, Familie, Sehnsucht nach Anerkennung, Schuld, Trauer, Neuanfang. Bilder voller Kraft und Poesie machen diesen zauberhaften Film zu einem würdigen Nachfolger von Jeunets Klassiker “Die fabelhafte Welt der Amélie”. 

Bis 3.8.2014 im Filmclub Bozen.

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