Franz TV

July 8, 2014

Bückt euch für Sven Sachsalber, ginger haired artist, und die Füchse seines Vaters Markus

Video Matteo Vegetti
Text Kunigunde Weissenegger
Der Künstler Sven Sachsalber aus Laatsch im Obervinschgau hat für seine neue Ausstellung "Hands" mit seinem Vater Markus zusammen gearbeitet. – Im Video-Interview ist im Hintergrund der "Fuchs-Track" von Peter#Kompripiotr#Holzknecht zu hören.

Geboren 1987 in Schlanders im Obervinschgau, aufgewachsen an der Grenze Italien-Schweiz-Österreich in Laatsch führt Sven Sachsalber zunächst ein Leben als Profi-Skirennläufer – bis zu seinem Unfall. Danach zieht er nach Bologna, um Wirtschaft, und schließlich 2010 nach London, um am Royal College of Art Bildhauerei zu studieren. Nach dem Abschluss lebt er für einige Zeit in GBs Hauptstadt und zieht schließlich 2013 nach New York, wo er derzeit lebt, liebt, arbeitet und produziert. 

Video, Fotografie und Skulpturales sind wichtige Bestandteile seiner zumeist performativen Arbeiten und Ausstellungen. Sorglose Ironie, poetische Doppelbödigkeit und würdevolle Schläue kennzeichnen seine Projekte und Performances, wobei seine Arbeiten auch ruhig auf endlose Erklärungen verzichten können. Und wir sind mitten im Thema: In seiner neuesten beschäftigt er sich mit seiner und seines Vaters Vergangenheit und Gegenwart und bezieht diesen in seine Arbeit ein – unüblich unkompliziert und doch tiefgründig. 

“Hands” heißt die Installation und lockt in einen zeitgenössischen Fuchsbau mit Malereien von Markus Licata, eben dem Vater von Sven Sachsalber, sowie einem Portrait von Fuchs I (totem Tier) + Fuchs II (lebendigem Künstler). Ein Portrait des Künstler-Vaters Markus vom Künstler Markus Vater hängt ebenso im überdimensionalen Schrein. Markus Vater, also der Künstler-Freund von Sachsalber, hat auch den Text zur Ausstellung “Wer hat die Gans gestohlen?” geschrieben. 

“Hands” heißt der Südtiroler Verein und ist Informations-, Therapie- und Rehabilitationszentrum für Menschen mit Alkohol-, Spielsucht- oder Medikamentenproblemen. “Sprechen anstatt schweigen – Parlare, non tacere” ist ihr Leitsatz und sie sind Anlaufstelle für von diesen Krankheiten Betroffene sowie deren Verwandte und Bekannte. Dort hat Vater Markus die Fuchs-Bilder geschaffen. 

Drum bückt euch – das Ausstellungsprojekt von Sven Sachsalber ist zunächst bis 7. September 2014 im Museion, Museum für moderne + zeitgenössische Kunst, in Bozen zu sehen. – Tod der Nostalgie, es lebe die Konkretheit.

Die Musik im Hintergrund des Video-Interviews ist ein von Sound- und Audio-Künstler Peter#Kompripiotr#Holzknecht komponierter und eigens abgemischter Fuchs-Track: Zu hören sind das Streicheln eines Felles, das Keckern eines Fuchses und die Melodie des Liedes “Fuchs du hast die Gans gestohlen”). 

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