Music

June 7, 2014

How to make stuff out of nothing – Christoph Fügenschuh bei Heart of Noise 2014

Kunigunde Weissenegger

Mein Pfingstsonntag 2014 war, ist, wird schön. Des Abends – keine Ahnung, ob von einem Geist oder sonst was beflügelt – ein Christoph Fügenschuh, über meine geräuschsensiblen Sinnesorgane herfallend. – Er sei ein Multiinstrumentalist und Medienkünstler – so steht es im Programmheft des Heart of Noise. Überschreitet, fokussiert. Kreiert, visualisiert, entfaltet. Reflektiert. – Zerlegt, komprimiert, texturiert.

So ist es. Doch Worte zerreden, zerlegen – auch – wie mein Redaktionskollege zu sagen pflegte und pflegt. Und ich sage: “vielmehr sollten wir zunächst einmal hören –”, also zurück auf Start: an Christoph Fügenschuh das Wort und den Ton – und wir, wir sehen uns dort, zu Pfingsten. 

Christoph, der Auftrag für das Heart of Noise Album 2014 ging, nach Lissie Rettenwander im letzten Jahr, heuer an dich. “How to make stuff out of nothing” ist der Titel. Was hast du nach 11 Jahren Studioarbeit zusammen gebraut?

Zuerst möchte ich mich bei Stefan Meister und Chris Koubek für den Auftrag und die gute Zusammenarbeit bedanken. Das Album ist eine Art abstrahierter Werkschau des eher elektroakustischen Teils meiner musikalischen Arbeit der letzten Jahre und orientiert sich an den technischen Vorgaben des Mediums Vinyl und den daraus resultierenden klanglichen Möglichkeiten. Mit meiner Musik versuche ich Stimmungen einzufangen und Geschichten zu erzählen. Oft behandle ich konzeptuell Themen kollektiver, methodischer aber auch klandestiner Natur. Generell sind die Nummern sehr entschleunigt, was sich vielleicht durch die intensive Produktionsphase während des letzten Winters erklärt. Stilistisch spannt sich der Bogen von elektroakustischen, fast eingefroren langsamen, modalen Spielereien über bordunhaft dröhnende Impulse zu post seriellen Gefügen und soundscpeartigen Klangbildern.christoph fügenschuh - heart of noise 02Wenn das also jetzt passiert, was kommt danach?

Am Freitag nach dem Heart of Noise (13.6.) ein Konzert mit meiner Band OFF mit Fabian Joost und Oliver Berner in der Innsbrucker PMK. Tags darauf (14.6.) die Vernissage zur Ausstellung “Upper World  – Under World” gemeinsam mit dem bildenden Künstler Arno Schmid in der Wiener Galerie 39 DADA, im Rahmen des Grundstein Festivals. Im Juli die erste Vorstellung des neu gegründeten “Open Heart Circus” unter anderen mit Werner, Laurin und Gerlinde Richter und Ute Heidorn. Im Herbst dann die musikalische Leitung der pataphysischen Oper “Epigonia” mit Michaela Senn, Ekehardt Reinalter, Eva Müller und Peter Brandlmayr, um nur einige zu nennen. Weiters arbeite ich an einer Wasserinstallation, einem softwaregesteuerten Analogeffektgerät, und nicht zuletzt im Studio am kommenden Soloalbum “Life and Death are But One”.

Was kann (oder könnte?) einen geschäftigen, beharrlich Grenzen überschreitenden, traditionelle Prozesse an Limits treibenden beziehungsweise neue Methoden erforschenden und nach Abstraktion strebenden Multiinstrumentalisten und Medienkünstler mit unzähligen Kooperationen, Kunstprojekten, Theater- und Sounddesigns noch aus den Socken hauen? 

Einfachheit

Wer ist Fritz Teufel?

Ein in die Jahre gekommenes Pseudonym. 

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