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April 15, 2013

Erstes „conflict kitchen“ in Bozen zum Thema Wasser

Kunigunde Weissenegger

Es ist die einzige chemische Verbindung auf der Erde, die in der Natur sowohl als Flüssigkeit, als auch als Festkörper – Eis – sowie als Gas – Wasserdampf – vorkommt. Die chemische Summenformel ist H2O – Sauerstoff + Wasserstoff. Klar, wovon die Rede ist? Genau! Wasser. Und um dieses lebensnotwendige Element wird es auch morgen, 16. April 2013 abends von 19 bis 22 Uhr in der Uni Bozen beim ersten conflict kitchen der Sozialgenossenschaft blufink gehen: Ist Wasser ein Menschenrecht? Oder ein Ware? Sollen alle Zugang dazu haben und wie soll das umgesetzt werden? Wie gehen wir überhaupt mit diesem wertvollen Gut um? Und wie sieht es mit Hochwasserschutz und Wasserkraft aus – auch bei uns im Land?

Organisatorin Katherina Longariva von blufink bringt es auf den Punkt: „Welche Fragen und Themen besprochen werden, hängt sicherlich stark von den geladenen Diskussionsgästen ab, aber auch vom Publikum. Da das Thema ja zur Zeit sehr brisant ist und die Menschen beschäftigt, möchten wir mit diesem Diskussionsabend die unterschiedlichen Sichtweisen aufzeigen und zusammen führen. Es geht darum, einen Raum zu schaffen und Konflikte konkret anzusprechen. „conflict kitchen“ bietet den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, eine andere Form der Kommunikation zu erleben. Diese Art des Austauschs durch konstruktive Gespräche führt zu neuen Perspektiven und Denkweisen.“

Die geladenen Gäste, die dem Publikum zur Verfügung stehen, kommen aus unterschiedlichen Bereichen: Landwirtschaft & Gewässerökologie:
Siegfried Rinner vom Südtiroler Bauernbund sowie Alex Festi, Gewässerökologe. Entwicklungszusammenarbeit: Paolo Valente, Jakobsbrunnen, sowie Maximilian Lösch, Wasser und Permakultur. Wasserkraft: Andreas Riedl vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz sowie Francesco Comiti und Andrea Gasparella von der Freien Universität Bozen. Bildung für eine nachhaltige Zukunft: Elisabeth Locher vom Ökoinstitut Südtirol. Zivilgesellschaft: Argante Brancalion, Das Wasser ist ein Menschenrecht. Wasserschutz: Rudolf Pollinger von der Abteilung Wasserschutzbauten.

Ein Aspekt des „conflict kitchen“ ist besonders hervorzuheben: Die Diskussion erfolgt nicht frontal, sondern auf Augenhöhe zwischen Publikum und den anwesende Expertinnen und Experten. Das heißt, dass an den 6 Tischen jeweils 2 ReferentInnen und 1 ModeratorIn sitzen und die Teilnehmenden von einem Tisch zum nächsten ziehen. Ideen und Gedanken werden gesammelt und am Ende im Plenum präsentiert. Neben diesem Austausch steht auch das gemütliche Beisammensein und das Essen im Mittelpunkt – das Buffet bereitet der Verein Prem Prasad (Hilfsprojekt, das täglich Essen an Bedürftige auf den Straßen von Vrindavan in Zentralindien verteilt).

conflict kitchen

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