Music

December 11, 2012

Wankelmut und One Day erstmals in Italien in Brixen

David Leimstädtner

Misst sich Erfolg mittlerweile in Youtube-Plays, so beherbergte das Max in Brixen am vergangenen Samstag einen der erfolgreichsten deutschen Musiker des Jahres 2012: Über 70 Millionen Aufrufe hat der ursprünglich unautorisierte und als DJ-Tool gedachte Remix von Jacob Dilßner oder besser bekannt als Wankelmut mittlerweile angehäuft.
Während außerhalb Minusgrade herrschten, heizten die Brixner Brotzeit ab halb 11 dem zahlreich vorhandenen Feierwilligen bereits ordentlich ein, bis sie um Mitternacht Wankelmut den Crossfader weiter reichten. Dieser hielt mit seinem zweistündigen Tech-House-Set die Menge in Bewegung. Im oberen Stock frönten einige Wenige ihrer Vorliebe zur härteren Gangart der elektronischen Tanzmusik, zum Sound der Jellyfish Monkeyz, die aufzeigten, was Electro seit 2007 und Justice hergegeben hatten.
Doch sobald die ersten Takte seines Überraschungserfolgs anklangen, lösten sich die meterlangen Schlangen vor den Toiletten, wurde der Second-Floor fluchtartig verlassen, lehrte sich die Terrasse inklusive Late-Night-Burger-Stand und von allen Treppen herab liefen die Anwesenden zusammen, um für 7 Minuten und 16 Sekunden im Licht der bunten Neonröhren, das sich in den Rettungsdecken an der Decke verlor, in allgemeine Ekstase zu verfallen, miteinander die eingängigen Lyrics mit zu singen/grölen und den Dancefloor um das Doppelte seines eigentlichen Durchmessers zu erweitern. Kaum war die gesampelte Stimme des israelischen Sängers Asaf Avidian verklungen, verkleinerte sich der Dancefloor auch wieder auf seine normale Größe und im Freien stand man wieder Schlange um für 5 € mit einem (verdammt leckeren) Speck-Burger die abgetanzten Kalorien wieder reinzuholen.
Nach Wankelmut boten noch die Innsbrucker Xander und Niederreiter die musikalische Grundlage zum Weitertanzen.
Den Berliner Philosophie-Studenten zu seinem Erstauftritt nach Italien zu holen war das Erstlingswerk von Biiig Events, deren Anliegen es ist, einem großteils jungen Publikum eine andere Art von Musik nahe zu bringen, als es in Südtirols größeren Clubs üblich ist.

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