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January 9, 2012

Ort und Identität: Studierende auf Spurensuche in Truden

Franz

Pünktlich zum Uni-Start eröffnet heute Abend die ar/ge Kunst Galerie in der Museumstraße in Bozen Ort und Identität, ein Ausstellungsprojekt der Studentinnen und Studenten des Fachs künstlerische Fotografie der Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen, Sommersemester 2011. Zur Arbeitsgruppe unter der Leitung von Walter Niedermayr gehören: Erika Angerer, Melani De Luca, Raphael Di Biase, Giusi Gesualdo, Stephanie Innerbichler, Moritz Kessler, Leonardo Moris, Julia Ostarek, Auste Piliponyte, Gernot Rella, Laura Saramok, Julia Schuster, Robert Simic, Anna Sabine Tellenbach.

Zwischen April und Juli 2011 hat sich eine größere Gruppe von Studentinnen und Studenten des Fachs künstlerische Fotografie der Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen mit dem Dorf Truden im Unterland auseinandergesetzt, eine kleinere Gruppe stellte sich eigene Themen. Die Ergebnisse sind fotografische Installationen, eine Videoperformance und mehrere Künstlerbücher. Die Methode, die überwiegend angewandt wurde, war die sogenannte „Feldforschung“, ein Untersuchungsverfahren das zeitgenössische Künstler häufig benutzen, um komplexe gesellschaftsrelevante Problemstellungen so realitätsnah wie möglich zu analysieren, damit die künstlerische Arbeit die richtigen Fragen stellt.

Warum ein Dorf und nicht die Stadt?

Künstlerische Projekte finden meist im urbanen Kontext statt, deswegen sollte bei diesem Projekt der ländliche Raum, ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden, zudem gewinnen die regionalen Gebiete zusehends an Bedeutung und Wichtigkeit.
Der Blick der Studierenden wurde dadurch auf einen Raum gelenkt, der anfänglich unattraktiv schien, doch es ist durchaus gelungen eine individuelle Arbeitsweise zu entwickeln und eigene Bildsprache zu finden.

Der Zugang zum Projekt war grundsätzlich offen auch für interdisziplinäre Ansätze und Arbeitsergebnisse. Die Studierenden konnten sich mit verschiedenen Themen, wie beispielsweise Architektur, Bevölkerung, Zukunftsvisionen, persönliche Wahrnehmung, Geschichte des Ortes, auseinandersetzen und sowohl Medium wie auch Arbeitsweise (Interviews, Videos, Fotografie usw.) selbst wählen.

Die Arbeitsergebnisse haben gezeigt, dass ein derartiges Projekt es zulässt von externer Seite einen subjektiven Blick auf einen Ort und seine Landschaft zu werfen und diesen über die Medien Fotografie und Video sichtbar zu machen. Die Wahrnehmung über das Bild soll Zusammenhänge aufzeigen, Gegebenheiten sichtbar machen und somit mehr Bewusstsein für den Ort schaffen, dieses sowohl für die Studierenden wie auch für die Dorfbewohner.

Die Studentenarbeiten sind als Prüfungsarbeiten vorgelegt worden.

ORT UND IDENTITÄT
STUDENTINNEN UND STUDENTEN DER UNI BOZEN
Eröffnung: 09.01.2012 h 19.00
Einführung: Dekan Prof. Gerhard Glüher
Ausstellung: 09.–18.01.2012
ar/ge Kunst Galerie Museum Bozen, Di–Fr h 10–13 + 15–19, Sa 10–13

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

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