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May 17, 2011

Vanity and High Fidelity in Innsbruck

Evelyn Gruber-Fischnaller

Ein riesiger goldener Rahmen am Eingang des Museums, im Inneren Objekte, Malereien, Kompositionen. Eine Auseinandersetzung mit den Objekten des Museums, eine Neu-Interpretation und Wiederverwertung ermuntert die BesucherInnen zum Teilhaben an der Entwicklungsgeschichte der Künstlerin. Julia Bornefelds Ausstellung “Vanity and High Fidelity” ist bis 29. Mai im Ferdinandeum in Innsbruck zu sehen.

Die Ausstellung reflektiert den scheinbaren Widerspruch des Museums, erhaltenswerte Objekte und Zeugnisse der Vergangenheit und Gegenwart durch das Bewahren, Erforschen, Vermitteln und Präsentieren neu zugänglich zu machen.

“Das namensgebende Objekt der Ausstellung ist eine betretbare, runde Bühne, ein abstrakter Plattenteller mit einem 4m hohen Grammophon”, erklärt Bornefeld. “Das Grammophon gibt zwei Musikstücke wieder, ich habe dazu mit MusikerInnen gearbeitet, die 100 Jahre Musik wiedergeben. Das geht zurück auf meinen Großvater Rudolf Graf, Konzertpianist und Komponist.

Wir haben heute die Möglichkeit, alles neu zu reproduzieren und neu zu verwerten. Ich arbeite gerne mit vielen verschiedenen Ausdrucksformen, in der Ausstellung ist Malerei zu finden, ebenso wie Fotografie, Musik, Installationen. Es ist fast so wie in mir selbst etwas zu wechseln und dem nahe zu kommen. Das gibt es schon seit 20 Jahren in meiner Kunst.

Es ist so, dass bei dieser Ausstellung alles den jeweiligen Räumen angepasst wurde. Ich nehme die Ästehtik neu auf und spiele sie neu, das schafft eine Verbindung zwischen Historischem und Gegenwärtigem, es sind Analogien. Ich nehme Teile der Ausstellung des Museums, Details, Ausschnitte und verwende sie neu, setze sie in einen anderen Kontext.

Vor dem Ferdinandeum steht ein riesiger goldener Bilderrahmen. Er spiegelt die vielen anderen goldenen Rahmen im Museum wieder, analog zur Sammlung. Zudem werden die BesucherInnen animiert, durch ihn durchzugehen, selbst zum Bild zu werden, man geht dann in ein ganz anderes Assoziationsfeld. Einige legen sich auf die Drehscheibe des Plattenspielers und schauen hinauf in die Kuppel des Raumes, sie werden dadurch selbst zur Performance.”

JULIA BORNEFELD · VANITY AND HIGH FIDELITY
15. April bis 29. Mai 2011, Ferdinandeum Innsbruck; und 09. Juli bis 04. September 2011 Stadtgalerie Kiel

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