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April 12, 2014

HomeGrown Reviews: Am Hang – von Markus Imboden

Petra Götsch

Titel: Am Hang

Regie: Markus Imboden 

Worum geht’s: Die polnische Lyrikerin Wislawa Szymborska schrieb in einem Gedicht “Sie meinen, weil sie sich früher nicht kannten, sei zwischen ihnen nie etwas gescheh’n”. So ungefähr lautet auch die Message dieser Literaturverfilmung. Scheidungsanwalt Thomas, der sich selbst ziemlich gut findet, trifft im Tessin zufällig auf den älteren Felix, Mann der alten Schule und Verfechter der ewigen Liebe. Es beginnen Diskussionen über die Liebe, das Leben, die Vergangenheit und erst als die Dynamik der Gespräche nicht mehr kontrollierbar ist, merkt der arglose Thomas, dass Felix ihn vor sich hertreibt. Doch zu welchem Ende hin?  

Umwerfend: Maximilian Simonischeks Selbstverliebtheit, die ihm aus den Augen schaut.

Echt schwach: Die Dialoge wirken über weite Phasen hölzern und konstruiert.

Applaus für: die Szene, als Felix realisiert, wen er vor sich hat. Ein erster Ansatz von Spannung im Film.

Absolutes must see für: …arte-Gucker

Wohlerwogenes Urteil: Wie bei vielen Literaturverfilmungen gilt auch hier: Gut gemeint und schlecht getroffen. Ausgerechnet die Stärken des Buches, der Spannungsbogen und die dichte Atmosphäre der Dialoge, werden im Kino zum Schwachpunkt, da sie absolut nicht transportiert werden. Für einen zukünftigen Fernseherabend reicht es aber allemal.

Lief als Wettbewerbsfilm im Zuge der 28. Bozner Filmtage.

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